Oft verwendete Begriffe und deren Erklärung
FAQ
Meist gestellten Fragen und meist genutzte Wort aus und zur Transportlogistik und deren Erklärung
Transportarten & Frachtgrößen
LTL (Less Than Truck Load)
Teilladung.
Die Ware eines Kunden belegt nicht den gesamten Lkw.
Mehrere Sendungen verschiedener Kunden werden kombiniert.
Typisch bei kleineren Sendungen, die nicht zeitkritisch sind.
FTL (Full Truck Load)
Komplettladung.
Ein kompletter Lkw ist für einen Kunden / eine Sendung reserviert.
Schneller, da keine Umladung nötig ist, aber teurer als LTL.
Groupage (Sammelgut)
Mehrere kleine Sendungen werden zu einer größeren Ladung gebündelt und gemeinsam transportiert.
Effizient bei vielen kleinen Aufträgen.
PTL (Partial Truck Load)
Teil-Komplettladung – größer als LTL, kleiner als FTL, oft direkter Transport ohne Umladung.
Projektladung (Project Cargo)
Spezialtransport für übergroße oder schwere Güter, erfordert besondere Planung und Genehmigungen.
Schüttgut (Bulk)
Lose Ware wie Kies, Getreide, Sand – Transport in Kippern oder Silofahrzeugen.
Break Bulk
Nicht Containerisierbare Güter (z. B. Maschinen, Stahlträger), die einzeln verladen werden.
Kühltransport (Reefer/Frigo)
Temperaturgeführter Transport, z. B. für Lebensmittel oder Pharmazeutika.
Express / Direktfahrt
Schneller Transport ohne Umladung – Same Day oder Overnight möglich.
Schwer- & Großraumtransport
Übermaße/-gewichte erfordern Genehmigungen, Begleitfahrzeuge, ggf. Polizei.
Schwer- & Großraumtransport
Übermaße/-gewichte erfordern Genehmigungen, Begleitfahrzeuge, ggf. Polizei.
Seefracht
FCL (Full Container Load)
Ein ganzer Container wird exklusiv für einen Versender genutzt.
LCL (Less than Container Load)
Container wird mit anderen Versendern geteilt (Sammelcontainer).
OOG (Out of Gauge)
Übermaßladung auf Flat Rack oder Open Top.
Ro-Ro (Roll-on/Roll-off)
Rollende Ladung (Fahrzeuge, Trailer) wird gefahren statt gehoben.
Vor- und Nachlauf
Transport des Containers per Lkw/Bahn bis oder ab Hafen.
Luftfracht
AWB (Air Waybill)
Luftfrachtbrief – Beförderungsvertrag und Nachweis der Sendung.
Chargeable Weight
Abrechnungsgewicht – größter Wert aus tatsächlichem Gewicht oder Volumengewicht.
Consolidation / Back-to-Back
Sammelgut unter Master-AWB vs. Einzelbuchung direkt auf Flug.
Gefahrgut & Sicherheit
ADR (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route)
Luftfrachtbrief – Beförderungsvertrag und Nachweis der → Europäisches Übereinkommen über den internationalen Transport gefährlicher Güter auf der Straße.
Regelt Verpackung, Kennzeichnung, Dokumentation und Ausrüstung beim Gefahrguttransport.
RID (Règlement concernant le transport International ferroviaire des marchandises Dangereuses)
Regelwerk für Gefahrguttransporte per Eisenbahn. Inhaltlich fast identisch mit dem ADR, aber auf Züge ausgelegt.
IMDG-Code (International Maritime Dangerous Goods Code)
Vorschrift für den Transport gefährlicher Güter auf See. Regelt u. a. Verpackung, Trennung inkompatibler Stoffe und Notfallmaßnahmen an Bord.
IATA-DGR (International Air Transport Association / Dangerous Goods Regulations)
Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter im Luftverkehr. Sehr strenge Anforderungen wegen Druck- und Sicherheitsrisiken.
ADN (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par voie de Navigation intérieure)
Regelt den Transport gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen (z. B. Rhein, Donau).
LQ (Limited Quantities)
→ „Begrenzte Mengen“ – bestimmte Gefahrgüter dürfen in kleinen Mengen mit vereinfachten Vorschriften transportiert werden.
Weniger Kennzeichnungspflicht, aber Mengengrenzen müssen eingehalten werden.
UN-Nummer
→ Vierstellige Nummer zur eindeutigen Identifizierung eines Gefahrguts (z. B. „UN 1203“ für Benzin).
Gefahrzettel / Label
Piktogramme in Form von quadratischen Aufklebern mit Symbol und Klassennummer zur Kennzeichnung der Gefahr.
EQ (Excepted Quantities)
Freigestellte Mengen – sehr kleine Mengen, z. B. Laborproben oder medizinische Muster, mit vereinfachter Kennzeichnung.
ADR-Schein
Nachweis über die absolvierte ADR-Schulung des Fahrers, erforderlich bei kennzeichnungspflichtigen Gefahrguttransporten.
Disposition & Abwicklung
ETA (Estimated Time of Arrival)
→ Voraussichtliche Ankunftszeit.
Wichtig zur Sendungsverfolgung und Planung von Be- und Entladung.
ETD (Estimated Time of Departure)
→ Voraussichtliche Abfahrtszeit.
Wird oft zusammen mit ETA in Tracking-Systemen verwendet.
Lead Time
→ Zeit zwischen Auftragserteilung und Lieferung.
Ein zentraler KPI in der Logistik.
Rampentermin / Slot-Buchung
Zeitfenster für Be- oder Entladung, um Wartezeiten zu vermeiden.
Avis
Ankündigung der Lieferung an den Empfänger, meist mit ETA.
Fixtermin / Time Definite
Zustellung zu festem Zeitpunkt (z. B. 10–12 Uhr).
Dokumente & Prozesse
CMR (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route)
→ Internationaler Frachtbrief für Straßentransporte.
belegt den Vertrag zwischen Versender, Frachtführer und Empfänger.
B/L (Bill of Lading)
→ Konnossement – Transportdokument für Seefracht.
dient als Nachweis über den Empfang und die Eigentumsrechte an der Ware.
POD (Proof of Delivery)
→ Zustellnachweis – belegt die Ablieferung der Ware beim Empfänger.
Weitere wichtige Begriffe
Hub
→ Umschlagplatz / Verteilerzentrum, an dem Sendungen gebündelt, sortiert und weiterverteilt werden.
Cross Docking
→ Sendungen werden am Umschlagplatz nicht eingelagert, sondern direkt weiterverteilt.
Zeit- und Kostenvorteile.
Incoterms (International Commercial Terms)
→ Einheitliche Regeln für Lieferbedingungen im internationalen Handel (z. B. EXW, DAP, DDP).
Regeln, wer Kosten und Risiken trägt.
Lademeter (LDM)
Länge x Breite in Meter / 2,4. Eine EUR-Palette entspricht demnach. 0,4 LDM (1,2x0,8/2,4).
CBM (Cubic Meter)
Volumen in Kubikmetern (L × B × H in m).
Volumengewicht (Dim Weight) / z.B. Luftfracht, Paketversand
Abrechnungsgewicht nach Volumen, z. B. (Länge x Breite x Höhe in cm/Divisor).
Divisor meist im Paketversand 5000 oder in der Luftfracht 6000.
